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Wellnessproducts > TENS gegen Schmerzen

Schmerzen bei Knochenbrüchen

Zu einem Knochenbruch kommt es in den meisten Fällen durch eine heftige Einwirkung von aussen wie bei Unfällen, Stürzen oder durch eine Sportverletzung. Die Fachbezeichnung für Knochenbruch ist 'Fraktur'. Wird ein Knochen über lange Zeit hinweg dauerhaft belastet, kann er durch anwachsende Schäden unter Umständen auch bei einem geringen Anlass brechen. Diese Form von Knochenbrüchen wird als Ermüdungsfraktur oder Stressfraktur bezeichnet.
© Kautz15 - Fotolia.com
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Spontanfraktur
Es kann auch zu Knochenbrüchen ohne Gewalteinwirkung kommen, dann spricht man von Spontanfraktur bzw. pathologischer Fraktur. Die Ursachen dafür sind extreme Belastung des Knochens über lange Zeit hinweg oder drastische Schäden in der Knochensubstanz, wie sie zum Beispiel durch Osteoporose (Knochenschwund) oder Tumore auftreten.

Sportler und ältere Menschen
Von Knochenbrüchen betroffen sind zumeist Sportler oder auch Freizeitsportler (Skifahrer), Verkehrsteilnehmer, aber auch viele ältere Leute, wenn sie anfälliger für Stürze sind. Theoretisch sind Knochenbrüche an allen Stellen des Körpers möglich, denen eine Knochenstruktur zugrunde liegt.

Besonderheit der Knochen
Im menschlichen Körper gibt es rund 200 Knochen, die zusammen mit Muskeln, Bändern und Sehnen den Stütz- und Bewegungsapparat des Körpers bilden. Manche Knochen, wie der Schädelknochen oder die Knochen im Brustbereich schützen lebenswichtige Organe. Den Knochen kommt somit eine bedeutende Funktion zu, und sie sind von der Natur mit einer unglaublich harten Struktur ausgestattet, die durch die Einlagerung von Mineralsalzen - vor allem Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat - erhalten wird.

Ursachen für Knochenbrüche
Trotzdem kann es durch extreme Gewalteinwirkung oder aber durch eine allmähliche Veränderung des Knochens zu Brüchen kommen. Statistisch am häufigsten sind Brüche am Unterarm, da beim Sturz instinktiv die Arme eingesetzt werden, um den Aufprall abzufedern. Nach Armen und Beinen sind auch die Rippen und Hüften häufige Kandidaten für Knochenbrüche. Je nach Form und auch Vorkommen des Knochenbruchs gibt es verschiedene Bezeichnungen und sind unterschiedliche Behandlungsformen erforderlich.

Offene oder geschlossene Fraktur
Deutlich ist die Unterscheidung zwischen offener Fraktur, d.h. Knochenbrüche mit Wunde und eventuellem Herausragen des Knochens an der Bruchstelle, und geschlossener Fraktur, bei der die Haut nicht durchtrennt ist. Innerhalb dieser beiden Unterteilungen gibt es weitere Unterschiede. Sind die Knochen an der Bruchstelle kaum oder nur leicht gegeneinander verschoben, kann auch eine Heilung ohne Operation erfolgen.

Stabilisierung und Operation
Die Knochen werden mittels Gipsverband oder Schienen stabilisiert und eventuell gestreckt. Sind die Knochen aber verschoben ist meistens eine Operation erforderlich, damit die Bruchstücke wieder in die richtige Lage gebracht werden können. Selbst nach erfolgreicher Operation und guter Heilung kann es aber zu chronischen Schmerzen kommen, eine Erscheinung, die Mediziner jahrelang nach den Ursachen forschen liess, und nun mit dem Namen 'Morbus Sudeck' bekannt ist (siehe dort).

Grösserer Verletzungsbereich
Da bei Knochenbrüchen auch das umliegende Gewebe, Bänder, Sehnen, Muskeln und die Haut drastisch verletzt sein können, gibt es unsichere, aber auch deutliche Zeichen, die auf einen Knochenbruch hinweisen. Zu den unsicheren Zeichen zählen starke Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse sowie die Einschränkung der Beweglichkeit. Die Schmerzen können sich vor allem bei der Belastung des betroffenen Körperteils bemerkbar machen. Deutliche Zeichen sind, dass bei verschobenen Brüchen der jeweilige Körperteil sichtbar verformt oder unnatürlich bewegbar ist, Knochenfragmente aus der Wunde herausragen, eine Achsenfehlstellung, wenn zum Beispiel der Fuss in die falsche Richtung zeigt oder das Knirschen der Bruchstelle.

Genaue Diagnose
Röntgen oder eine Computertomographie helfen als Teil der Untersuchung, die Diagnose zu festigen. Zu den starken Schmerzen kommt es, da die Knochenhaut mit vielen, vielen Empfindungsnerven versehen ist, die bei Störungen oder Schäden Warnsignale ans Gehirn senden. Bei Verdacht auf Knochenbruch sollte die betroffene Stelle so wenig wie möglich bewegt und mit Decken oder anderem weichen Material ruhig gestellt werden. Es besteht durch Blutverlust oder starke Schmerzen auch Schockgefahr.

Verletzung der Organe
Besondere Vorsicht ist immer angeraten, wenn innere Organe betroffen sein können. Zum Beispiel Rippenbrüche, die ebenfalls mit starken Schmerzen einhergehen und durch die die Lunge verletzt sein kann. Bei Brüchen im Beckenbereich kommt es fast immer zu inneren Blutungen und zu erhöhter Schockgefahr. Wirbelbrüche sind ebenfalls ein besonderer Fall. Diese können bei Stürzen aus grosser Höhe entstehen und zählen aber auch zu häufigen Brüchen bei Motorradunfällen.

Wirbelbruch und Querschnittlähmung
Da die Wirbelsäule als schützende Struktur das Rückenmark mit den wichtigsten Nervenbahnen zum Gehirn umgibt, kann es bei Wirbelbrüchen auch zur Schädigung des Rückenmarks und damit zu Querschnittlähmung kommen. Anzeichen für Wirbelbrüche sind, wenn der Betroffene nach dem Unfall starke Rückenschmerzen verspürt und den Körper kaum bewegen kann. Treten auch Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen auf, besteht Verdacht auf eine Schädigung des Rückenmarks.

Ermüdungsfraktur
Bei einer Ermüdungsfraktur bzw. Stressfraktur ist die Diagnose meist schwierig zu stellen, da sich die Fraktur im Röntgen nicht gleich zeigt. Am Anfang sind es nur mikroskopisch kleine Risse, die zu einem Bruch führen können. Ursache dafür ist eine ständige schwere Belastung des Knochens, wie zum Beispiel des Mittelfussknochens oder Schienbeins von Fussballern oder Läufern. Es zeigen sich oft unspezifische Schmerzen am Fuss oder Schienbein, die bei Belastung stärker werden. Die pathologische Fraktur bzw. Spontanfraktur aufgrund von Osteoporose oder Tumorerkrankungen zeigt sich meist als Fraktur bestimmter Wirbelkörper.
Sofortige Behandlung
Je nach Schwere und Art des Knochenbruchs ist eine entsprechende und unverzügliche Behandlung erforderlich. Da Knochenbrüche Ruhelage erfordern, sind nach der Heilungsphase Massnahmen erforderlich, die zu sanftem Muskelaufbau und -kräftigung führen mit dem Ziel, möglichst die völlige Beweglichkeit wieder herzustellen. Dazu dient in jedem Fall eine intensive Behandlung mit Krankengymnastik.

Osteoporosemittel
Den Heilungsprozess können zum Beispiel auch Osteoporosemittel beschleunigen. Älteren Personen wird eine Kombination von vitaminreicher Kost, vor allem Vitamin D, in Verbindung mit Kalzium empfohlen. Da Knochenbrüche selbst mit starken Schmerzen einhergehen und der Betroffene auch während der Heilungsphase mit Schmerzen rechnen muss, kommt einer geeigneten Schmerztherapie ebenfalls ein wichtiger Stellenwert zu.

Schmerzlinderung mit TENS
Gerade bei der Linderung von chronischen Schmerzen hat sich TENS - Transkutane Elektrische Nervenstimulation - erfolgreich bewährt. Diese wissenschaftlich anerkannte Methode aus der Naturheilkunde beruht auf dem Verfahren der Hemmung der Schmerzübermittler. Nachdem chronische Schmerzen ihre Warnfunktion für den Körper verlieren, kommt ihnen keine eigentliche Aufgabe zu. Durch eine Art Gegenirritation mittels elektrischer Reize, wie sie der Körper selbst zur Reizübermittlung verwendet, wird die Schmerzinformation gehemmt.

Endorphinausschüttung
Zudem wird die Ausschüttung körpereigener schmerzlindernder Substanzen angeregt. Die Dauer und Art der Behandlung erfolgt nach Absprache mit dem Arzt. Der Vorteil von TENS ist, dass es zur Therapie nur ein kompaktes Gerät und passende Elektroden-Pads braucht. Somit kann die Behandlung je nach Bedarf und nach Einweisung durch den Arzt auch vom Patienten selbst zuhause durchgeführt werden.
Publiziert am 17.09. von Thomas Toernell