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Wellnessproducts > TENS gegen Schmerzen

Schmerztherapie bei Tumorpatienten

Die Diagnose 'Tumorerkrankung' bzw. 'Krebs' wirkt wie ein Schlag auf den Alltag eines Menschen und kann diesen komplett verändern. Auf die erste Schockreaktion folgen andere negative seelische Zustände wie Angst, Hilflosigkeit und ein Gefühl der Aussichtslosigkeit. Alle Fragen und Themen kreisen zwischen Aufwachen und Schlaf immer wieder um einen bestimmten Kern. Viele Unklarheiten und Ungewissheiten schieben sich in den Vordergrund und werfen Fragen über Fragen auf. Auch die Frage nach der Art und Stärke der Schmerzen gehört dazu.
© DOC RABE Media - Fotolia.com
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Das Schmerzempfinden ist bei jedem Menschen anders und kann nur von diesem selbst zugeordnet oder benannt werden.

Schmerz als Hinweis auf die Erkrankung
In der Anfangsphase der Tumorerkrankung verspüren 20-50 Prozent der Patienten Schmerzen oder wurden durch diese überhaupt auf die Krankheit aufmerksam gemacht. In fortgeschrittenem Stadium der Krebserkrankung kann es bei etwa 70 Prozent der Betroffenen zu Tumorschmerz kommen. Dabei sind dies akute oder chronische Schmerzen, die je nachdem eine entsprechende Schmerzbehandlung erfordern. Die meisten Tumorpatienten berichten über Schmerzen an mehr als einer Körperstelle. Auch können diese Beschwerden in Intensität oder Lokalisation variieren bzw. eine Folge der verabreichten Schmerzmittel sein.

Schmerzen bei Folgeerkrankungen
Beschwerden durch eine Folgeerscheinung der Krebserkrankung sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Patienten können zum Beispiel unter Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Atemnot und Appetitlosigkeit leiden. Je nach Tumorerkrankung treten die Schmerzen auch eher tagsüber auf, wie bei Knochenmetastasen, wenn es zu Schmerzen bei Bewegung oder Belastung kommt, oder nachts im Liegen, wenn Nerven, Eingeweide oder Gefässe betroffen sind. Bei akuten Schmerzen ist eine rasche Wirkung des Schmerzmedikaments ausschlaggebend, bei Dauerschmerzen müssen bei der Schmerztherapie Lösungen mit wirklich dauerhafter Wirkung gefunden werden.

Tumorwachstum
Was kann die Schmerzen auslösen? Zunächst wirkt der wachsende Tumor auf seine Umgebung. Er kann zur Störung und Entzündung von Gewebe führen und in Organe einwachsen. Tumorzellen können direkten Druck auf Nervenzellen oder Nervenknoten ausüben oder Nerven einengen. Es kann zu einer Einnistung und Metastasenbildung in den Hohlorganen wie Magen und Darm oder auch zur Zerstörung der Knochen kommen. Auch können sich mit Tumor befallene Organe schmerzhaft ausdehnen. Je nachdem erhöht sich die Schmerzintensität oder Dauer des Schmerzes.

Operation und Chemotherapie
Die Operation selbst und der Prozess der Vernarbung sowie die anschliessende Chemo- oder Strahlentherapie können ebenfalls Schmerzen auslösen. Nicht immer hängt der Schmerz mit der Erkrankung selbst zusammen, denn im Rahmen der Tumorerkrankung können auch andere Krankheiten oder Infektionen auftreten, die zu Beschwerden führen. So ist durch die Schwächung des Immunsystems auch der Ausbruch von Gürtelrose möglich, die ihrerseits mit Schmerzen verbunden ist.

Tumorschmerzen
Bei den reinen Tumorschmerzen können Knochenschmerzen, Nervenschmerzen, Eingeweide- oder Organschmerzen, aber auch Schmerzen durch Sauerstoffmangel auftreten. Letzteres ist der Fall, wenn ein Tumor auf ein Blutgefäss drückt oder in dieses einwächst, dann kommt es in dem Gewebe, das von dem Blutgefäss versorgt wird, zu Sauerstoffmangel.

Seelisches Befinden
Eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch die Einstellung des Patienten selbst zum Schmerz. Wenn Schmerzen als Folge einer notwendigen Behandlung einhergehen und mit ihnen gerechnet wird, wirkt sich das anders aus, als unerwartete, unbekannte Schmerzen, die einen plötzlich überwältigen. Nützlich sind auch die körpereigenen Schmerzmittel, die Endorphine. Sie wirken ähnlich wie die von aussen zugeführten Opioide, indem sie das Schmerzempfinden des Körpers steuern. Deshalb ist auch der seelische Zustand des Betroffenen von Bedeutung, denn Angst führt zu Stressreaktionen im Körper, die Muskeln verspannen sich, Stresshormone werden ausgeschüttet, die den Körper belasten und das Schmerzempfinden negativ verstärken. Das kann zu einem Teufelskreis führen, bei dem Angst Schmerz auslöst und der Schmerz wiederum zu Entstehung von Angst führt.
Krebstherapie
Die Krebstherapie sieht mit der Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie neben der Beseitigung der Krankheitsursache, die je nach Schwere erfolgreich sein kann, auch die Linderung der Beschwerden vor. Dabei kann sich der Versuch, die Schmerzen zu reduzieren und dadurch die Lebensqualität des Patienten nach Möglichkeit zu verbessern, auch positiv auf die Krebsbehandlung selbst auswirken. Die jeweilige Schmerzbehandlung erfolgt auf Basis einer genauen Schmerzanalyse und auf Herausfinden der Ursache. Meist kann auch der Patient selbst beobachten, welche äusseren Einwirkungen den Schmerz lindern, wie zum Beispiel Wärme oder Kälte, eine andere Lagerung oder geringere Belastung des Körpers oder das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel.

Kombinierte Behandlungen
Wichtig ist eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden, da zum Beispiel die schmerzlindernde Wirkung der Strahlentherapie erst mit Verzögerung einsetzt. Gerade bei Tumorerkrankungen ist ein umfassendes Behandlungskonzept von Vorteil, das neben dem körperlichen Wohlbefinden auch das seelische zum Ziel hat. Da Schmerz etwas absolut Subjektives und schwer Mitteilbares ist, wird mittels einer Schmerzskala versucht, die Schmerzstärke zu ermitteln. Dem jeweiligen Ergebnis wird die Schmerztherapie angepasst.

Schmerztherapie
Die Ausarbeitung einer Schmerztherapie ist deshalb auch besonders wichtig, da Schmerz für unseren Körper immer schon ein Warnsignal war: Er steht für Gefahr, auf die instinktiv Angst und Fluchtreaktion folgen. Durch diese intensiven Emotionen, die wir mit Schmerz verbinden, kommt es bei Schmerzreizen unmittelbar zur Anspannung und maximalen Aktivierung des Körpers. Durch eine ständige Aktivierung wird der Körper überfordert, es bildet sich Stress mit all seinen negativen Begleiterscheinungen. Umso wichtiger ist es auch, so früh wie möglich mit der Schmerztherapie zu beginnen.

Linderung oder sogar Schmerzfreiheit
Dank dem heutigen Wissenschaftsstand stehen seit etwa 20 Jahren eine Reihe von Möglichkeiten der Schmerzbehandlung zur Verfügung, die Tumorpatienten in rund 90 Prozent der Fälle zu Schmerzlinderung oder auch Schmerzfreiheit verhelfen können. Dabei leisten neben medikamentösen Behandlungen auch nebenwirkungsfreie naturheilkundliche Methoden einen wichtigen Beitrag. Bei allen Stufen des Schmerzempfindens kann als begleitende Massnahme neben Akupunktur und physikalischen Therapien wie Massagen oder Lymphdrainagen sowie psychotherapeutischer Begleitung auch die TENS-Behandlung gute Erfolge erzielen.

Erfolge mit TENS
Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation mit Gleichstrom hat sich gerade auch bei Tumorschmerz bewährt. Dabei wird mit Hilfe von Elektroden eine niedrige elektrische Reizung auf die Körperoberfläche übertragen. Bei dieser sicheren, wissenschaftlichen Methode der Schmerzlinderung spüren die Patienten zumeist nur eine Art Kribbeln. Ein Vorteil von TENS ist, dass dabei auch die körpereigenen Schmerzmittel, die Endorphine, angeregt werden können. Das führt zu einer weiteren natürlichen Hemmung der Schmerzübertragung.

Baldiger Behandlungsbeginn
Wichtig ist dabei, mit der Schmerztherapie so bald wie möglich zu beginnen, damit sich nicht ein sogenanntes 'Schmerzgedächtnis' ausbildet. Auch das Führen eines Schmerztagebuchs ist ratsam, nur so kann der Therapieverlauf entsprechend kontrolliert und angepasst werden. TENS wird am besten vom Arzt verordnet und kann dann aber auch von Physiotherapeuten oder einer entsprechenden Pflegekraft durchgeführt werden. In bestimmten Fällen, nach Einweisung durch den Arzt, kann auch der Betroffene selbst die Therapie durchführen.
Publiziert am 17.09. von Eszter Langer